Equity Daily
Bild an den Aktienmärkten gemischt - Tokio legt deutlich zu / Euro kann etwas Boden gut machen
Die neue Woche startet bezüglich der Datenveröffentlichungen verhalten und einzig die USImmobilienverkaufszahlen werden heute für Aufmerksamkeit sorgen. Die Indikationen sind nicht eindeutig. Eine etwa auf dem Vormonatsniveau liegende Verkaufsaktivität ist wahrscheinlich. Im Verlauf der Woche stehen in den USA mit den Durable Goods Orders und dem BIP-Wachstum des ersten Quartals ungleich wichtigere Daten im Kalender. Die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter stehen wie immer unter dem Eindruck der Flugzeugverkäufe. Boeing meldet ein im Vergleich zum Februar deutlich verringerte Bestellvolumen, was dazu führen wird, dass der Gesamtwert der Aufträge um über 3 % nachgeben wird. Zudem steht das BIP-Wachstum des ersten Quartals zur Veröffentlichung an. Insbesondere der überraschend feste Konsum und auch eine Erholung im Lageraufbau sollten positive Wachstumsbeiträge geliefert haben. Gegenüber der Konsensschätzung von annualisiert 3,0 % VQ scheint sogar positives Überraschungspotenzial zu bestehen. In Europa werden wichtige Stimmungsindikatoren bekannt gegeben. Zuvorderst sind die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes zu nennen. Zuletzt hatten die Stimmungsbarometer sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsgewerbe per saldo enttäuscht. Erste Umfragen unter Finanzmarktteilnehmer zeugten ebenfalls von wirtschaftlichen Sorgen und so sind vor allem die jüngsten Anstiege der OECD-Frühindikatoren auf der Habenseite zu verbuchen. Die Erwartungen für die PMIs sollten dennoch nicht zu hoch gesteckt werden. Ähnliches gilt auch für den ifo- Geschäftsklimaindex.
Aktienmärkte: Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Freitag erneut angeschlagen. Zaghafte Erholungsversuche (wenngleich die Handelsvolumen angestiegen sind) am Vormittag wurden innerhalb sehr kurzer Zeit am Nachmittag wieder zu Nichte gemacht. Dieser Umstand verdeutlicht einmal mehr, wie groß der Abgabedruck zu sein scheint, wenn bereits kleine bzw. kleinste Erholungsbewegungen zum Abbau von Positionen genutzt werden. Obwohl es keine offensichtlichen, neuen Erkenntnisse zu verbuchen gab. In dieser Woche muss damit gerechnet werden, dass die angespannte Situation anhalten wird. Zumal die anstehenden Konjunkturdaten einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert haben werden.
Zuletzt gab es von dieser Seite die eine oder andere Enttäuschung. Entsprechend werden die auf der Agenda stehenden Unternehmens- Quartalsberichte (u.a. von Halliburton, Apple, Broadcom, Amgen, DuPont, Procter & Gamble, 3M, Amazon.com und Altria), in den Hintergrund rücken. Hierzulande werden die Daten von Daimler, BASF, und Bayer die Aufmerksamkeit auf sich ziehen – nicht zu vergessen – die HV der Dt. Telekom am Mittwoch. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag deuten auf eine leicht freundliche Eröffnung hin. Am Nachmittag werden lediglich die US-Eigenheimverkäufe für den Monat März von Bedeutung sein. Charttechnik: Das technische Bild des Dax ist und bleibt angeschlagen. Dennoch sind kurzfristige Erholungsbewegungen möglich, insbesondere da verschiedene Oszillatoren beginnen zu drehen. Der erste, massive Widerstand stellt die Marke von 7.537 Zählern dar. Auf der Unterseite finden sich Supports bei 7.418 und 7.381 Zählern.
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