Equity Daily
Aktienmärkte weiter angeschlagen / Nikkei verbucht Kursgewinne
Heute stehen keine marktbewegenden Datenveröffentlichungen auf dem Programm. Erst in der nächsten Woche wird es mit der Veröffentlichung vorläufiger europäischer Einkaufsmanagerindizes und des ifo-Geschäftsklimaindexes interessant. Diese Stimmungsindikatoren haben einen hohen Einfluss auf die Zinserwartungen, nachdem selbst der als Hardliner bekannte Bundesbankpräsident Jens Weidmann eine weitere Lockerung der Geldpolitik ins Spiel brachte. Seiner Meinung nach seien die Leitzinsen zwar historisch niedrig und die Geldpolitik bereits ziemlich expansiv, dennoch könnten die Zinsen in Reaktion auf neue Informationen verändert werden. Mit diesen Äußerungen werden einfließende Konjunktur- und Stimmungsindikatoren nun besonders kritisch überprüft, mit der Folge, dass bereits leicht schwächere Werte Zinssenkungsspekulationen schüren. In den USA gibt es ebenfalls konjunkturelle Sorgen, obwohl das jüngst veröffentlichte Beige Book der US-Notenbank keinen Pessimismus schürte. Demnach habe sich die Konjunkturerholung in den meisten Fed-Distrikten bis Anfang April im gemäßigten Tempo fortgesetzt, wozu eine wachsende Nachfrage in den Bereichen Produktion, Immobilien (Bauwirtschaft und Immobilienpreise) und Automobile beigetragen hätten.
Aktienmärkte: Nach den deutlichen Kursverlusten am Mittwoch konnte der Dax, im Zuge einer technischen Reaktion, temporär etwas Boden gut machen. Der Fakt, dass der deutsche Leitindex später wieder in die Minuszone abrutschte verdeutlicht eindrucksvoll, dass der Abgabedruck anhält und weitere Abwärtsrisiken sehr wohl vorhanden sind. Wenngleich auf der anderen Seite auch Zeichen für eine kurzfristige Erholung vorhanden sind. Zu erwähnen ist insbesondere die positive Divergenz beim CCI. Dennoch wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Bereits bei 7.537 Punkten lässt sich eine massive Widerstandslinie definieren. Darüber finden sich bei 7.600, 7.646 und 7.695 Punkten weitere, nennenswerte Hürden. Entsprechend sollten diese das maximale Aufwärtskorrektur-Potenzial darstellen, bevor sich die laufende Abwärtsbewegung fortsetzt. Ein Kursziel in Form eines Cluster entfällt auf die Marke von 7.372 Zählern. Dort verläuft die 200-Tage-Linie einerseits und das 61,8%-Retracement aus der Bewegung von 6.946 und 8.074 Zählern, anderseits. Von Seiten der Konjunkturdaten ist heute kein nennenswerter Markteinfluss zu erwarten. Umso mehr lohnt ein Blick auf die anstehenden Quartalsberichte, u.a. von State Street (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 0,93 $ gerechnet, während die Flüsterschätzungen von 0,90 $ ausgehen), General Electric (0,35 vs. 0,37), Honeywell (1,14 vs. 1,15) und Schlumberger (0,99 vs. 1,00) zu achten. Die Vorgaben für den heutigen Handels deuten auf eine leicht verbesserte Eröffnung hin. Kursgewinne an den Börsen in Asien und positive Vorzeichen bei den US-Futures unterstützen diesen „Trend“.
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